Umweltschule

Mit unserer Bewerbung zur Umweltschule wollen wir an der Schule einen Beitrag zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) leisten. Gemeint ist eine Art der Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt und die auch vom Leitbild unserer Schule eingefordert wird, z.B. in einer „ökologischen Ausrichtung des naturwissenschaftlichen Lernens“ und in einer Verzahnung von ‚globalem Denken‘ und ‚lokalem Handeln‘.

Mit zwei Projekten, in denen wir diese genannten Ziele praktisch umsetzen wollen, bewerben wir uns als Schule für die Auszeichnung zur Umweltschule. Diese wollen wir hier im Folgenden kurz präsentieren.

Mülltrennung und Müllvermeidung

Das Projekt wurde Ende 2016 auf Schülerinitiative hin ins Leben gerufen, genauer gesagt war es ein Anliegen der damaligen Schülervertretung (SV). Diese hat unter der Federführung des Schülers Kenneth Deubels zunächst eigenverantwortlich die Rahmenbedingungen zur Einführung eines Systems der Mülltrennung in Gesprächen mit der Schulleitung eruiert und dann später mit Unterstützung von zwei Lehrkräften die konkrete Umsetzung des Projekts im Rahmen von schulischen Projekttagen vorangetrieben. Dabei konnte auf das Preisgeld, das Religionskurse der Schule bei ihrer Teilnahme am städtischen Umweltwettbewerb 2016 gewonnen hatten, zurückgegriffen werden. Insofern bildete also die Bearbeitung des Themas Umweltschutz in zahlreichen Religionskursen die finanzielle Grundlage der Schülerinitiative zur Mülltrennung.

Zunächst war es den Beteiligten ein Anliegen, ein funktionierendes System der Mülltrennung an der Schule zu etablieren, um mit diesem System einen Beitrag zur Wiederverwertbarkeit des in der Schule anfallenden Mülls zu leisten. Nach vielen gemeinsamen Treffen und Gesprächen mit Schulleitung, Schulträger und Hausmeister wurden drei Behältnisse entwickelt, in die der Müll fortan sortiert werden sollte (Restmüll, Kunststoffe und Papier). Diese wurden während der schulischen Projekttage im Herbst 2017 in einem von Schülerinnen und Schülern angeleiteten Projekt hergestellt. Hier wurden von den Schülerinnen und Schülern auch informative Kurzfilme zum richtigen Mülltrennen erstellt. Darüber hinaus wurden auch Informationsplakate für die Klassen und Aufkleber für die Behältnisse entwickelt. Im Februar 2018 wurde das neue System dann anlässlich der Schulteilnahme an der Aktion ‚Sauberes Wolfenbüttel‘ vorgestellt.

https://regionalbraunschweig.de/das-thg-trennt-jetzt/

Dass das Thema Müllvermeidung auch im gestalterischen Kontext eine Rolle spielt, lernten die Schüler zweier Kunstkurse, die Upcycling-Design entwickelten. In der Projektwoche 2018 wurden weitere Mülltrennbehälter für die noch fehlenden Fachräume gebaut. In zahlreichen Projektkursen wurden verschiedenste Themen, die im Zusammenhang mit Müllvermeidung und Mülltrennung stehen (z.B. Upcycling, Tauschregal, ‚Plogging‘ u.v.m), bearbeitet. Einige dieser Projektideen sind auch in unserem Video über die Projekttage 2018 dokumentiert.

Auf die Initiative einiger Schülerinnen hin entstand Anfang 2019 auch eine neue Umwelt-AG, die sich in Zukunft auch für die Themen Mülltrennung und Müllvermeidung einsetzen wird.

In einem weiteren Projekt weitet sich das Engagement auch auf das städt. Umfeld aus. Hier arbeiten Schülerinnen und Schüler mit außerschulischen Partnern zusammen und setzen sich aktiv für die Vermeidung von Verpackungsmüll ein, indem sie diesen auswerten und Lösungen konzipieren.

Biodiversität – Bienenschutz am THG

In diesem Projekt versuchen wir auf unserem Schulgelände einen Beitrag zur Verbesserung des Nahrungsangebots der Bienen zu leisten. Wie wichtig und bedeutsam dieses Thema für uns alle ist, kann im Artikel unseres (ehemaligen) Schülers Marc Hoffmann noch einmal nachgelesen werden:

https://www.thg-wolfenbuettel.de/neuigkeiten/details/marc-hoffmann-warnt-vor-insektensterben.html

Mit der schon länger bestehenden Schulimkerei gab es bereits zu Beginn der Projektphase eine AG an der Schule, in der die Bedeutung dieses Anliegens seit Jahren thematisiert wurde. Es lag nahe, hier auch praktisch tätig zu werden und Flächen auf dem Schulgelände, die bisher ungenutzt blieben, bienenfreundlich zu bepflanzen. Als erstes wurde hier der Erdwall hinter den NTW-Containern in Angriff genommen. Ein Bericht ist hier nachzulesen:

https://www.schaufenster-wf.de/aktuelles/artikel/2372-eine-weide-fuer-die-thg-bienen/

 

Unterstützt wurde das Projekt auch vom Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg, der uns bei der Beschaffung des Saatguts für die Bienenweide behilflich war.

https://regionalwolfenbuettel.de/oesterhelweg-informierte-sich-ueber-die-imker-ag-am-thg/

In einem weiteren Projekt ging es um die Nutzung des ehemaligen Beachvolleyballfeldes, welches seit geraumer Zeit brach lag und nicht zuletzt auch daher eine recht unansehnliche Fläche geworden war. Hier war es das Ziel, neben ökologischen auch ästhetische Verbesserungen zu erzielen. Bei der Auswahl und der Beschaffung des Saatguts konnte uns Frau Susanne Kracht vom BUND, Kreisverband Wolfenbüttel, unterstützen. Während der Projekttage im Herbst 2017 konnte das Feld mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern bearbeitet und die Saat ausgebracht werden. Durch den sehr trockenen und heißen Sommer 2018 ist die Saat allerdings nicht wie gewünscht aufgegangen. Im Frühjahr 2019 soll deshalb eine neue Aussaat zusammen mit unserer neugegründeten Umwelt-AG erfolgen.

Im Rahmen der Projekttage 2017 wurde auch eine Rallye zum Thema „Bienenschutz“ entwickelt. Verschiedene Stationen, die variabel auf dem Schulgelände aufgestellt werden können, informieren darüber, was Bienen sind, was sie für uns Menschen leisten, warum sie bedroht sind und was wir tun können, um sie zu schützen. Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben zur Rallye wahlweise mit ausgedruckten Aufgabenbögen oder per Handy absolvieren, denn alle Stationen verfügen über QR-Codes.

Mit einem Projekt, welches die Themen Upcycling und Gestaltung des Lebensraumes Schule sowie Bienenschutz miteinander verbindet, beschäftigte sich eine Gruppe von 25 Schülerinnen und Schülern während der Projekttage im Herbst 2018. Aus von Eltern gespendeten gebrauchten Europaletten wurden Sitzgelegenheiten und große Pflanzgefäße hergestellt, mit denen die Empore hinter den Turnhallen ausgestattet wurde. Im Frühjahr 2019 soll diese Ecke mit bienenfreundlichen Pflanzen bestückt werden. Ein Bepflanzungsplan hierzu wurde ebenfalls von der Projektgruppe erstellt.

Weitere Veranstaltungen, mit dem Ziel, die erweiterte Schulöffentlichkeit für die Bedeutung des Themas Bienenschutz zu sensibilisieren, wurden im Unterricht der Fächer Biologie und Werte und Normen vorbereitet und von Schülerinnen und Schülern weitgehend selbstständig durchgeführt. Auch in Seminarfächern der Oberstufe arbeiteten Schüler an Facharbeiten zum Thema und hielten Vorträge darüber.