Sprachen

Französisch

Überblick

Französisch wird neben Latein und Spanisch am THG als zweite Fremdsprache angeboten. Der Unterricht beginnt ab Klasse 6. Hier wird eine Schnupperstunde vorgestellt. Der Unterricht ist vier- bzw. dreistündig und beruht seit Schuljahr 2018/2019 für die Jahrgänge 6-10 auf dem Lehrwerk „Découvertes“ (Série jaune) aus dem Klett Verlag. Ergänzt wird die Lehrbucharbeit durch den Einsatz unterschiedlichster Medien. So kann der Aufbau der notwendigen Kompetenzen (z.B. Sprechen, Lesen oder Hörverstehen) gelingen. Ob die Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsstufe dann weiterhin Französisch lernen werden, hängt von der Wahl ihres Schwerpunkts ab. Im Moment kann Französisch als fünf- oder dreistündiger Kurs angewählt werden, auch als Koop-Kurs mit den anderen beiden Wolfenbütteler Gymnasien.

Als Arbeitsgemeinschaft wird Französisch ab Jahrgang 8 als 3. Fremdsprache zweistündig angeboten.

Neben dem „normalen“ Unterricht bietet das THG vielfältige Möglichkeiten, das im Unterricht erlernte Französisch anzuwenden und zu verbessern: Zum einen gibt es die Vorbereitung auf die französische Sprachprüfung DELF in einer AG (Weitere Informationen). Hier wurden wir in vielen Schuljahren unterstützt durch französische Sprachassistent*innen. Zum anderen gibt es vielfältige Kontakte nach Frankreich: Einige Klassen fahren in Jahrgang 9 oder 10 nach Niederbronn-les-Bains ins Elsass, im Rahmen des Projekts „Versöhnung über den Gräbern“.

2015 haben wir dort (statt einer Austauschfahrt) mit einer Gruppe aus Hendaye ein Projekt zum Tandem-Lernen durchgeführt, eine interessante Weise des intensiven Sprachenlernens in gemischtsprachigen Teams.

Seit 2002 organisieren wir einen sehr erfolgreichen Schüleraustausch für die Klassen 8-10 mit einer Schule im französischen Baskenland. Die nächste Begegnung soll im Frühjahr 2021 stattfinden. Sie wird in Kooperation mit der Fachgruppe Spanisch durchgeführt.

Einige Schülerinnen und Schüler haben in den letzten Jahren an zwei - bis dreimonatigen oder auch sechsmonatigen individuellen Austauschprogrammen teilgenommen. Sie konnten so eine Zeitlang den französischen (Schul)alltag in der Normandie, in Toulouse oder in Hendaye kennenlernen. In diesem Schuljahr erwarten wir eine Austauschschülerin aus Poitiers, die sechs Monate in WF bleiben wird.

Beliebt sind auch unsere „Franzosen“-Fahrten, die als Ersatz für die ausgefallenen Austauschfahrten angeboten wurden (nach Straßburg bzw. Lyon).

Hin und wieder finden im Rahmen der Fahrten der Seminarfächer Studienfahrten nach Paris statt. Les voyages forment la jeunesse!

Schüleraustausch mit Hendaye

Nach drei Jahren „Zwangspause“ soll im nächsten Schuljahr unser Schüleraustausch mit dem Collège Irandatz im französischen Baskenland wieder stattfinden. Er war in den letzten Jahren immer ein großer Erfolg, und ich hoffe, dass es auch 2021 eine interessante Unternehmung wird. Hier einige Informationen:

Das Austauschprogramm richtet sich vornehmlich an Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe, die entweder Französisch oder Spanisch lernen. Spanisch deshalb, weil wir auch teilnehmende Familien im spanischen Teil des Baskenlandes haben. Grundlegende Französisch - Kenntnisse werden dann gegebenenfalls vor dem Austausch im Akademiekurs oder in einer AG vermittelt. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse, die schon relativ selbständig sind, könnten wir auch mitnehmen, da meist einige Austauschpartner im entsprechenden Alter sind. Falls wir nicht zu viele Anmeldungen haben, dürfen Schüler/innen auch ein zweites Mal fahren. Seit 2018 findet der Austausch nur noch alle zwei Jahre statt, da am THG ja viele weitere Fahrten angeboten werden. Als „Trost für die ausgefallenen Austauschfahrten haben wir eine „Franzosen“- Fahrt nach Straßburg angeboten, in diesem Schuljahr geht es im Mai nach Lyon.

Zu den Daten: Meistens kommen die Gäste im April, wir machen den Gegenbesuch im Mai. Auf der Hinfahrt wird eine Übernachtungspause in Paris eingelegt, auf der Rückfahrt in Cépoy. Hierdurch entstehen zwar Mehrkosten von ca. 50,-€, aber die Busfahrt wird sonst zu lang. Und ein kleiner Zwischenstopp in Paris und in einer typischen Kleinstadt haben ja auch ihren Charme. Insgesamt dauert die Fahrt ca. zwölf Tage.

In Hendaye verbringen wir mit unseren Schülern die ersten beiden Schulstunden im Collège, dann gehen sie mit ihren jeweiligen Partnern in den Unterricht. Mittags essen sie entweder in der Schulkantine oder in der Familie. Nachmittags erkunden wir mit den deutschen Schüler/innen Hendaye und Umgebung. Einige gemeinsame Exkursionen und andere Aktivitäten mit den Austauschschülern sind ebenfalls geplant, das genaue Programm und die genauen Daten (für Wolfenbüttel und für unsere Partnerstadt) werden rechtzeitig auf IServ zu sehen sein.

Die Kosten werden sich auf 350-400,-€ belaufen (Bus, Hotel Eintrittsgelder, etc), individuelle Zuschüsse für die Fahrt sind möglich.

Der Informationsabend, zu die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern eingeladen sind, findet zu Beginn des zweiten Halbjahres im THG statt. Dort wird das Programm vorgestellt und es werden hoffentlich alle Fragen geklärt werden können.

Für weitere Informationen: Hannelore Krempa

 

Schüleraustausch im Herzen Europas

In der internationalen Begegnungsstätte Albert Schweitzer endete am 26.Mai 2015 eine deutsch-französische Schülerbegegnung zwischen dem Collège Irandatz in Hendaye (Baskenland) und dem Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfenbüttel (Niedersachsen). Seit 2002 besteht zwischen diesen beiden Schulen ein Schüleraustausch, d.h., die Jugendlichen lernten durch den Aufenthalt in ihrer Gastfamilie und in der Partnerschule das Leben in Hendaye bzw. in Wolfenbüttel kennen.

Statt dieses klassischen Austauschs wurde jedoch in diesem Jahr eine zehntägige sogenannte Drittort-Begegnung durchgeführt, und zwar in Niederbronn-les-Bains im Elsass. Das Haus hier bietet ideale Möglichkeiten, eine solche Jugendbegegnung zu organisieren: Es liegt im Herzen Europas, so dass die 44 Schülerinnen und Schüler durch Exkursionen sowohl ein Stück französischer als auch deutscher Landschaft und Kultur erleben. Durch den gemeinsamen Alltag im Haus findet ein intensiver Austausch statt, nicht nur bei Tisch und im Zimmer, sondern auch beim gemeinsamen Putzen.

Unter dem Thema „Europa gestern, heute und morgen“ wollen wir die Jugendlichen ermuntern, den europäischen Geist im Alltag zu leben. Die Anwesenheit von Muttersprachlern ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern besonders in der „Tandem-Arbeit“, sich sprachlich weiterzuentwickeln und die kulturellen Besonderheiten (und natürlich auch Ähnlichkeiten) des Partnerlandes zu entdecken. Durch Kooperationsspiele und andere Aktivitäten unterschiedlichster Art machen die Jugendlichen wichtige gemeinsame Erfahrungen.

Einen ersten starken Eindruck hat die Führung über den deutschen Soldatenfriedhof, der direkt an das Haus grenzt, in der Gruppe hinterlassen. Der Friedhof hat uns mit der Vergangenheit konfrontiert und uns zum Nachdenken über unsere europäische Zukunft gebracht. Wir wollen diesen Ort mit den Augen Albert Schweitzers sehen: „Die Soldatenfriedhöfe sind die großen Prediger des Friedens“.

 

Rückblick

„Zehn Jahre Schüleraustausch…“