“Break & Bond” – das diesjährige SoR-Projekt zur Fastenzeit
„Break & Bond“, das Thema von Schule ohne Rassismus in diesem Schuljahr, richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Religion oder Weltanschauung und soll zeigen, wie wertvoll Begegnung, Austausch und Gemeinschaft sein können.
Egal ob man muslimisch, christlich oder nicht religiös ist: Fasten spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle. Viele Musliminnen und Muslime fasten im Monat Ramadan, einige Christinnen und Christen in der Fastenzeit vor Ostern. Auch nicht religiöse Menschen verzichten bewusst auf bestimmte Dinge, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen oder um über sich selbst nachzudenken. Am THG versuchen wir seit ein paar Monaten schon, auf das Handy zu verzichten und erfahren, dass dies ein Gewinn sein kann. Überall gibt es Formen des Fastens, die zwar unterschiedlich aussehen, aber oft ähnliche Ziele haben. Fasten hilft dabei, innezuhalten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Körper und Seele bewusst wahrzunehmen.
Um diese Gemeinsamkeiten zu entdecken und Menschen verschiedener Kulturen und Religionen zusammenzubringen, haben wir als Schule-ohne-Rassismus-Gruppe das Projekt „Break & Bond“ ins Leben gerufen und bieten hierzu einige Veranstaltungen an.
Am 9. und 10. Januar fand das erste große Projekttreffen statt. Wegen Schnee und schwieriger Wetterbedingungen konnten wir uns nicht vor Ort im Roncalli-Haus treffen, sondern haben die beiden Tage online gearbeitet. Trotzdem war der Austausch sehr offen, engagiert und produktiv.
An den beiden Tagen haben wir uns mit dem Fasten vor allem im Islam und im Christentum beschäftigt. Wir haben über Gemeinsamkeiten und Unterschiede gesprochen und darüber, welche Bedeutung Fasten für Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen auch für uns hat. Besonders wichtig war dabei die Frage, wie die Fastenzeit Empathie, Zusammenhalt und Gemeinschaft fördern kann. Auch die Beziehung zu Gott spielte eine Rolle – für manche im religiösen Sinne, für andere eher als eine offene, spirituelle oder metaphysische Kraft. Matthias Eggers, katholischer Pfarrer, und Mustafa User, der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde in Wolfenbüttel, haben uns am Samstagvormittag Rede und Antwort gestanden, was uns sehr bereichert hat. All diese Gespräche und Ideen fließen in die große “Schule ohne Rassismus”-Veranstaltung in diesem Schuljahr, ein interkultureller gemeinsamer Fastenbrechen-Abend am 28.2., ein.
Da im Jahr 2026 die christliche Fastenzeit und der Ramadan zeitlich fast zusammenfallen, wird es zudem ein diese Zeit begleitendes Projekt geben: Die Break&Bond-AG, die sich sowohl an die Schüler- als auch an die Lehrerschaft richtet, und von unserer Sozialpädagigin Frau Glufke, Enes Biçak und Ana Lena Hillmer, die auch die SoR-AG leiten, sowie Lina und Leyla aus Jg. 11 organisiert wird. Dreimal treffen sich Fastende; die, die es einmal ausprobieren wollen, und nur Interessierte zum gemeinsamen Austausch. Zweimal stehen Exkursionen an: Der Besuch des Aschermittwochgottesdienstes in der St. Petrus-Kirche und des Fastenbrechens am 28.2. im Roncalli-Haus.
An diesem Abend, zu dem die ganze Schulgemeinschaft, gerne auch Geschwister, Eltern, Freunde,... eingeladen sind, werden wir zusammen essen, uns austauschen, neue Kulturen und Religionen kennenlernen und einfach Zeit miteinander verbringen. Abwechslungsreich wird nicht nur das Programm sein, wozu auch der Moment des “Iftah” gehört, sondern auch das Buffet, zu dem jede/r etwas beitragen möge. Mitgestaltet wird der Abend von Matthias Eggers und Mustafa User. Wir bedanken uns herzlich bei ihnen und ihren Gemeinden für die Unterstützung bei der Realisierung dieses interkulturellen Projektes des THG.
