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Englisches Theater begeistert am THG

Auch in diesem Jahr war das White Horse Theatre wieder zu Gast am Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfenbüttel – und sorgte für ein mitreißendes Erlebnis für die 5. und 6. Klassen. Mit im Gepäck: das unterhaltsame und interaktive Stück The Tiger of the Seas von Peter Griffith.

Schon der Auftakt machte klar: Hier wird nicht einfach nur zugeschaut – hier wird mitgemacht! Die drei Schauspieler:innen brachten nicht nur ein eigenes Bühnenbild mit, sondern mischten sich immer wieder unter das Publikum. So wurden die Schüler:innen kurzerhand Teil der Piratencrew: Beim Wort „sea“ hieß es Hände hoch und laut „Splash!“ rufen, bei Jennys Auftritten erschallte ein begeistertes „Ahhhhh!“, und ganze Klassen verwandelten sich in blökende Schafsherden.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Robin, der vom furchterregenden Piraten Black Nick Sharkmuck entführt wird und sich bald im wilden Piratenleben wiederfindet – inklusive neuer Identität als „Cutthroat Keith“. Währenddessen macht sich seine Freundin Jenny mutig in einem Heißluftballon auf die Suche nach ihm. Ob sie ihn zurückgewinnen kann?


Besonders beeindruckend war die Nähe zum Publikum: Robin versteckte sich mitten unter den Schüler:innen, wurde gemeinsam mit ihnen „aufgespürt“ und schließlich auf das Piratenschiff verschleppt. Auch Lehrkräfte wurden kurzerhand in das Stück eingebunden – so musste Herr Wesemann seine Jacke für Jennys Verkleidung „opfern“, während Herr Gerke auf der Bühne sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellte und sich tapfer gegen die Piraten wehrte.
Mit viel Humor und Energie lernten die Zuschauer:innen auch die Piratenregeln: dem Kapitän gehorchen, möglichst fies sein (außer zu anderen Piraten!) und den König hassen. Beim anschließenden „Plündern“ wurden symbolisch Uhren und Handys eingesammelt – natürlich alles mit einem Augenzwinkern.
Ein dramatischer Sturm, ein Schiffbruch und eine einsame Insel sorgten für Spannung: Selbst der furchtlose Black Nick geriet in Panik – und erschoss aus Versehen seinen eigenen Papagei. Am Ende kam es zum großen Wiedersehen zwischen Jenny und Robin sowie zu einem spannenden Schwertkampf, bei dem das Publikum lautstark mitfieberte. Schließlich siegte Jenny – und einem Happy End stand nichts mehr im Weg.


Auch musikalisch hatte das Stück einiges zu bieten: Gesangseinlagen lockerten die Handlung auf und sorgten für zusätzliche Begeisterung im Publikum.
Nach der Vorstellung nahmen sich die Schauspieler:innen aus London, Birmingham und San Francisco Zeit für Fragen. Die Schüler:innen nutzten die Gelegenheit, ihr Englisch auszuprobieren, und erfuhren dabei nicht nur mehr über das Leben als Schauspieler:in, sondern auch mit viel Humor, ob die Darsteller:innen im echten Leben ein Paar sind oder Deutsch sprechen – Letzteres wurde kurzerhand mit einer kleinen Gesangseinlage beantwortet.
Ein lebendiges, spannendes und vor allem lehrreiches Theatererlebnis, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!

 

Text: Henner Wesemann