Neuigkeiten

 

Mit dem Besuch von zwei Ausstellungen absolvierte
der Kunst-LK des 12. Jahrgangs am Mittwoch einen
anstrengenden, aber auch hochinteressanten und
abwechslungsreichen Kunst-Marathon.

Anfangs erläuterte eine Museumspädagogin im
Herzog-Anton-Ulrich-Museum Porträts und
Selbstporträts von der Renaissance bis zu Grafiken
des beginnenden 20.Jahrhunderts – eines der
Schwerpunktthemen des 3.Semesters. „Das
Selbstbildnis spiegelt als Medium der Analyse, der
Erkenntnis und der Repräsentation grundlegende
kulturelle Werte“ (zitiert nach dem Museums-Flyer).

Anschließend erkundeten die SchülerInnen mit der
Unterstützung einer Kunstvermittlerin
ungewöhnliche Exponate der aktuellen
BBK-Jahresaustellung „ICH“ in der Städtischen
Galerie267. „Den BBKlern ist es gelungen, diesem
Ur-Thema der Kunst mit ihren verschiedenen
Positionen die Vielfalt und Abgründe, die
Reibungen jenseits der Oberfläche, die Zwiespälte
und ja, auch die Würde zurückzugeben“ – schreibt
Susanne Jasper in der Braunschweiger Zeitung über
diese Ausstellung.

Ein Bericht von Margrit Lang

Zu einer festen Einrichtung ist mittlerweile die Rallye der 5. Klassen durch unsere hauseigene BiblioTHG geworden. An insgesamt sieben verschiedenen Stationen lernten die vier 5. Klassen die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung der liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten kennen. In zwei Doppelstunden arbeiteten die Klassen gruppenweise zu verschiedenen Themenbereichen. So durften die Schüler zum Beispiel individuelle Plakate gestalten, die sich mit den Nutzungsregeln der BiblioTHG beschäftigen, sie lernten, nach welcher Systematik die Bücher geordnet sind oder schlugen in Lexika bestimmte Wörter nach. "Das hat uns alles richtig viel Spaß gemacht", blickte Victoria Landgraf aus der 5b auf die kurzweiligen Stunden zurück. Zusammen mit ihren Partnerinnen Marieke Grziwa und Lea Gehrmann gewann sie die klasseninterne Auswertung der Rallye.

Wie die anderen drei Klassensieger auch durften die drei Mädchen anschließend mit Frau Drexler in der Stadt jeweils ein nagelneues Buch für die BiblioTHG in einer Wolfenbütteler Buchhandlung aussuchen. Frau Drexler, die zusammen mit den stets freundlichen Bibliotheksmüttern wie Frau Brüggemann und Frau Hahn die Rallye betreut hat, war anschließend zufrieden: "Alles hat prima geklappt, es ist schön zu sehen, wie verantwortungsvoll die Schüler die Bücher für die Mitschüler ausgewählt haben."

Nun freut die Klassenlehrerin der 5a zusammen mit sämtlichen Fünftklässlern schon auf das Adventslesen in der Vorweihnachtszeit, wenn ältere Schüler wieder den Jüngsten spannende Geschichten vorlesen und eine ganz spezielle Weihnachtsstimmung erzeugen werden.

Ob als Weihnachtsgeschenk oder einfach zum Selbstverzehr – ein Glas THG-Honig ist immer eine gute Idee! Deshalb verkauft die Imker-AG in der Zeit ab dem 21. November bis zu den Weihnachtsferien immer...


mittwochs in der zweiten und

freitags in der ersten große Pause


ihren Honig sowie Kerzen aus Bienenwachs in der Pausenhalle. Ein Glas Honig kostet wie immer 3,50, eine Bienenwachskerze 2,50 Euro. Und ganz nebenbei wird mit dem Verkaufserlös der Fortbestand unserer fünf großen Bienenvölker gesichert. Also greift zu, solange der Vorrat reicht!

THG beim Papst

Während der Seminarfahrt nach Rom (Link zum Artikel) besuchten einige Interessierte den Papst. Hier folgt der Bericht von Leonie Franetzki und Felix Mahlke:


Die Reise zum Papst begann früh am Morgen. Schon um 7 Uhr in der Frühe marschierten wir noch im Halbschlaf Richtung U-Bahn. Das Ziel: der Vatikan. Im Gepäck hatten wir unser kulinarisch hochwertiges Lunchpaket bestehend aus zwei abgepackten Croissants und dazu einem „leckeren Pfirsichsaft“ im Tetrapack - la dolce vita schmeckt anders, aber es gab uns Energie, den langen Vormittag durchzuhalten. Je näher wir dem Petersplatz kamen, desto größer wurde die Menschenmenge um uns herum. Pilger und Touristen aus allen Kontinenten der Erde schienen sich hier am Haupteingang zu versammeln, um einmal einen Blick auf den heiligen Vater zu erhaschen. Zum Glück konnte uns Leonie als gewiefter Audienzprofi flink an den Megaschlangen vorbei um den halben Vatikan lotsen und wir schlichen durch den nahezu leereren Nebeneingang an der Masse vorbei . Nach bester Flughafenmanier wurden wir kontrolliert und konnten uns dann prompt grandiose Sitzplätze sichern. Einmal angekommen, bestaunten wir die immer weiter wachsende Menschenmenge und die fröhlich-ausgelassene Stimmung, die sich – auch dank der vielen musikalischen Einlagen der „Live-Band“- auf dem Petersplatz in Erwartung des Heiligen Vaters ausbreitete. Eine Selfie-Session durfte natürlich nicht fehlen und nach einem ausgiebigen (zugegeben ungeplanten) Sonnenbad in der italienischen Sonne ging es endlich los. Plötzlich wurde die Menge unruhig und alle Handys und Kameras wurden gezückt, um das beste Foto vom Papst zu erhaschen. Dann rollte er mit seinem Papamobil durch die Menge, schneller als gedacht, und wir konnten ihm fast ein High-Five geben. Unerwartet drehte er sogar eine zweite Runde an uns vorbei, was für ordentlich Gedrängel und unschöne Szenen im Kampf um die beste Sicht sorgte. Aber der Herr war mit uns und wir konnten unbehelligt das weitere Geschehen verfolgen.

Zu Beginn der Papstaudienz wurden alle angemeldeten Gruppen in ihren Landessprachen begrüßt. Daraufhin konnte der Papst mit seiner wöchentlichen Predigt beginnen. Er befasste sich mit dem Jahrestag der Befreiung des Baltikums nach langer Besetzung durch die Nazis und die UdSSR. Sofort bemerkten wir die sehr konzentrierte Atmosphäre unter den Besuchern. Nachdem die Predigt beendet war, wurde eine Zusammenfassung durch einzelne Kardinäle in verschiedene Sprachen wie z. B. Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Arabisch verlesen. Die gesamten Audienz wurde immer wieder von begeisterten „El Papá!!!“-Rufen und „Viva!!!“-Sprechchören begleitet. Als Abschluss der Audienz sang der gesamte Petersplatz das Vater Unser auf Latein. Mit unseren engelsgleichen Stimmen, nun auch vom Papst gesegnet, stimmten wir natürlich mit ein. Auf dem Rückweg versorgten wir uns noch mit Rosenkränzen - eine kleine Erinnerung an diese sehr eindrucksvolle Veranstaltung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir bedanken uns bei allen, die am 15. November 2018 total viel Kleidung gespendet haben. Wir konnten daraus insgesamt 33 prall gefüllte Säcke packen. Die Kleidung war in einem Top-Zustand. Sie wird nun nach Satu Mare, der Partnerstadt von Wolfenbüttel, gebracht. Dort wird die Kleidung an bedürftige Menschen verteilt. Des Weiteren bedanken wir uns beim Freundeskreis Satu Mare, dass sie diese Aktion möglich gemacht haben und hoffen, dass diese Tradition in den nächsten Jahren weitergeführt werden kann.

Liebe Grüße vom katholischen Religionskurs Jahrgang 10.

Dass die Bläser aus der 5b nicht nur musikalisch, sondern auch sportlich sind, bewiesen 22 Schülerinnen und Schüler mit ihren Patenschülerinnen Marisa und Luisa. Bei einem Ausflug in die Eissporthalle am Salzgittersee wagten sich einige zum ersten Mal überhaupt auf das glatte Geläuf. "Für den Anfang läuft es schon ganz gut bei mir", freute sich Maja, während sie sich mit der Lauflernhilfe zusammen mit Lotte auf eine weitere Runde machte. Khadije nahm ihre ersten Gehversuche mit Humor: "Ich glaube, ich bin ungefähr zwanzigmal gefallen, besonders immer dann, wenn mich jemand angeschaut hat."
Zu Schaden ist aber niemand gekommen, nur manche Hose war am Ende etwas nass. "Schade, dass die Zeit so schnell verflogen ist", fasste Sophie anschließend für alle den schönen Nachmittag zusammen.

"Das THG ist eine richtig gute Schule", sagte unsere neue Schulleiterin Sandra Feuge bei ihrer feierlichen Amtseinführung. Und sie kann es beurteilen: Denn sie absolvierte ihr Abitur am Gymnasium im Schloss, dann folgten einige Berufsjahre an der Großen Schule, wo sie zuletzt stellvertretende Schulleiterin war. Und nun die Beförderung: "Ich habe ein motiviertes Kollegium und tolle Schüler vorgefunden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."

Bevor Frau Feuge das Schlusswort sprach, gab es zur feierlichen Amtseinführung einen Rückblick auf die Vergangenheit, in der Frau Rönneke mit ihrer "Boygroup" - bestehend aus Dirk Raecke, Martin Kloppe und Volker Fabricius - die Schule hervorragend geführt hatte. So lautete jedenfalls das Urteil von Rikwa Stübig, die als Personalratschefin das Kompliment der Kollegen überbrachte: "Vielen Dank, liebe Sigrid, das war großartig!" Auch die Schülervertreterin Tina Musiol schloss sich diesem Lob an und hob Frau Rönnekes offenes Ohr für die Belange der Schüler hervor. Tina entdeckte eine Parallele in der eigenen Biographie, die sie mit Frau Feuge verbindet. "Wir sind beide von der Großen Schule ans THG gewechselt und ich kann Ihnen verraten: Das war genau die richtige Entscheidung!"

Beide Rednerinnen betonten die positive Resonanz auf Frau Feuges Start ins Schulleben des THG: Schüler und Lehrerinnen empfänden die neue Chefin als "offen und sympathisch". Tina Musiol lobte: "Sie haben sich allen Schülern vorgestellt und gefragt, ob irgendwo Probleme bestehen. Das kam gut an!"

Somit traf Anke Steckhahn von der Landesschulbehörde den richtigen Ton, als sie Sandra Feuge "die richtige Frau am richtigen Ort zur richtigen Zeit" nannte. Stadtrat Thorsten Drahn nahm diese Formulierung auf und hob hervor, mit welchem "Feuer" Frau Feuge von ihren Visionen für das THG spreche. Er versprach der neuen Schulleiterin "alle mögliche Unterstützung der Stadt" für die kommenden Aufgaben an unserer Schule. Er wünsche sich, dabei Werbesprüche der Stadt aufnehmend, Frau Feuge sei nun "endlich Zuhause" angekommen, was seine Hoffnung auf ein langfristiges Engagement am THG zum Ausdruck bringen sollte.

Anschließend überbrachte Dr. Peter Smolka ein launiges Grußwort des Ehemaligenverbandes, in dem er seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass zumindest Frau Feuges Vater Schüler am THG gewesen sei. Hintergrund: Jeder 2. Schulleiter unserer Schule war zuvor Schüler dieses Instituts. Das ist eine alte Tradition am THG. Frau Feuge hat diese nun neu interpretiert, was Herrn Smolka freute.

Silke Brüggemann übermittelte die besten Grüße der Elternschaft: In den Gesprächen mit der neuen Schulleitung hätten die Eltern einen guten Eindruck gewonnen. Sie fühlten sich gut bei jemandem aufgehoben, der auch zuhören könne.

Frau Feuge dankte abschließend den Rednern für die freundlichen Willkommensgrüße. "Meine Kollegen in der erweiterten Schulleitung - die Boygroup und Frau Rönneke - haben mich ganz unkompliziert adoptiert. Mein Bauchgefühl hat sich bestätigt: Hier habe ich ein engagiertes Kollegium vorgefunden. Es gibt bereits ein breites Angebot an Lernmöglichkeiten. Aber das THG ist auch mehr als ein Lernort, es ist für viele Mitglieder der Schulgemeinschaft ein Ort der persönlichen Entfaltung."

Das zeigte anfangs die Bläser-AG des THG unter der Leitung von Dr. Dirk Hahn, die zwei Popsongs in beeindruckender Manier interpretierte. Die Halbzeitunterhaltung lieferte die Musical-AG in der in ganz Wolfenbüttel bekannten Qualität. Und abschließend sorgten Wiebke Seifart am Klavier und Svenja Gebel mit ihrem Gesang für "Gänsehaut"-Atmosphäre, was Frau Feuge stellvertretend für die gesamte Zuhörerschaft hervorhob. Allen Akteuren dieser Feierstunde gilt der Dank der Schule, und der Foto-AG sei herzlich gedankt für die tollen Fotos!

Eine Woche vor den Herbstferien, am 24.09.2018, ging es für den Oberstufenkurs von Herrn Riechers für eine Woche auf Seminarfahrt nach Amsterdam.

Nach 6 Stunden Fahrt, die mit „Stadt, Land, Fluss“ und Kartenspielen ganz lustig war, kamen wir alle gesund in der Stadt der Tulpen an. Motiviert und gespannt ging es für den Kurs direkt am Abend noch in die lebendige Innenstadt auf eine Erkundungstour durch die Gassen. Dabei fiel allen direkt auf, dass Amsterdam eine sehr belebte Stadt ist. Nach der 1. Nacht im bahnhofsnahen Hotel in Sloterdijk machten wir uns auf den Weg zu unserem allerersten Programmpunkt: Eine Grachtenfahrt. Spätestens als unsere Straßenbahn, die neben tausenden Fahrrädern das zweitbeste Fortbewegungsmittel ist, ein Auto rammte, waren alle wach und zum Glück wie der Autofahrer unverletzt. Danach kam die entspannte Fahrt durch die Grachten, also die Kanäle Amsterdams, sehr gelegen. Hierbei sahen wir die schönen Seiten der Stadt vom Wasser aus, was uns allen sehr gut gefallen hat. Direkt danach ging es mit einer Stadtführung durch die Innenstadt und die kleinen Gassen weiter. Eine Museumspädagogin erzählte uns vieles über die Stadtgeschichte und vor allem über die Architektur in Amsterdam. Auch das berühmte Rotlichtviertel wurde bei der Führung nicht ausgelassen.

Nach diesem doch sehr anstrengenden Tagesordnungspunkt hatten wir die Möglichkeit, die Stadt in Kleingruppen zu erkunden. Dabei besuchten wir z.B. das Tulpenmuseum oder ließen die schnelle Stadt in einem gemütlichen Café auf uns wirken.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Mittwoch ging es zu einem unserer Highlights der Seminarfahrt. Wir besuchten das Anne-Frank-Haus. Mit Hilfe eines Audioguides erfuhren wir vieles über die Geschichte und das tragische Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie. Kurz: „Das Haus enthält viel Geschichte auf einem Fleck und ist sehr beeindruckend“. Die Stimmung des Kurses war nach dem Besuch des Anne Frank Hauses erst einmal etwas bedrückt, weswegen der Kurs den Rest des Tages zum Ausruhen, Nachdenken und Erkunden der Einkaufsstraßen nutze. Dabei fiel, wie die Tage zuvor, auf, dass sehr, sehr viele Holländer sich zu jeder Tageszeit an bei uns illegalen Substanzen in den verschiedensten Formen (Cookies, Lutscher,…) bedienten. Unser Kurs bediente sich lediglich in den fast 50 verschiedenen Käseläden und Museen an dem leckeren holländischen Käse.

Schon war der letzte Tag gekommen, und es standen 2 Programmpunkte auf dem Plan. Der erste war ein Besuch mit Führung in der Heinecken-Brauerei. Die Führung war für alle sehr interessant. Nachdem wir vieles theoretisch über die Geschichte des Unternehmens gelesen hatten, wurde uns in einer Animation das Brauen des Bieres gezeigt, was uns sehr beindruckte. Nachdem die Herstellung erklärt worden war, durften die bereits 18-jährigen das fertige Produkt sogar in kleinen Mengen probieren. Aber erst nachdem uns gezeigt wurde, wie man Bier richtig trinkt! Der Besuch war sehr interessant, und wir haben viel Neues erfahren können. Z.B. auch, dass Heinecken in der Brauerei 8 Pferde für Shows stehen hat.

Danach folgte ein Besuch im Prostitutionsmuseum. Dieser brachte den Kurs eher zum Schweigen. Die Realität über die Verhältnisse einer "Professionellen" zu erfahren hat alle Teilnehmer sehr berührt...

Am letzten Abend ließen wir die Fahrt dann gemütlich alle gemeinsam bei dem Besuch eines Italieners ausklingen.

Abschließend kann man sagen, dass uns diese Fahrt viel Spaß gemacht hat und wir vieles lernen konnten: sowohl über die Geschichte Amsterdams als auch über traurige Realitäten.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Riechers für das Organisieren dieser Fahrt und bei Frau Schöne für das Begleiten unseres Kurses nach Amsterdam!

Ein Bericht von Wiebke Seifart, Jahrgang 12

 

So wie auch in den vergangenen Jahren sammeln wir wieder für die Kleiderspenden-Aktion des Freundeskreises Satu Mare. Wir freuen uns über: Winterkleidung, Schuhe, Handtücher, Decken, Mützen sowie Handschuhe - sowohl für Mädchen und Jungen als auch für Frauen und Männer. Am besten in Tüten gepackt und nach Geschlechtern beschriftet, um es in Satu Mare besser sortieren zu können.

Die Kleiderspenden-Aktion wird am Donnerstag, dem 15. November 2018, vor der ersten Unterrichtsstunde stattfinden. Die Spenden werden beim Haupteingang in Empfang genommen. Wir bedanken uns schon einmal herzlich im Voraus bei jedem, der mitmacht und hilft. Damit wollen wir vom THG bedürftigen Menschen in unserer Partnerstadt in Rumänien helfen.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an den katholischen Religionskurs des 10. Jahrgangs oder Frau Witzel wenden.

Und nochmal ein riesiges Dankeschön im Voraus!

„Moshes zweites Leben“, so hieß das Theaterstück von Martin-G. Kunze, das wir am Freitag, dem 19. Oktober 2018, mit dem gesamten zehnten Jahrgang im Rahmen unseres diesjährigen Geschichtsunterrichts besuchten.

Unsere ersten Reaktionen auf die Bühnengestaltung und den Zuschauerraum waren eher überrascht und verhalten, doch weckte das Geschehen schnell unser Interesse. Am Anfang des Stücks stellten sich die Charaktere vor, um den Zuschauern vorerst einen kleinen Überblick über den Inhalt und den historischen Hintergrund der Handlung zu geben. Nun nahm die Theaterhandlung konkretere Gestalt an und zwei jüdische Häftlinge erzählten, wie furchtbar die Zeit im KZ-Außenlager Hannover-Mühlenberg und ihr Marsch bis Bergen-Belsen war.

Nicht nur ihr Leidensweg, sondern auch ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit und ihr Überlebenswille wurden thematisiert.

Ihre Erfahrungen erzählten die beiden Häftlinge der ihnen zugeteilten englischen Krankenschwester, für die all diese Erlebnisse unvorstellbar waren. Einer der beiden erzählte, wie ihre Mithäftlinge auf schlimmste Weise gequält und umgebracht wurden, mit Methoden, die für uns heute nicht unvorstellbar sind.

Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass der Theaterbesuch für alle eine wertvolle Ergänzung des Geschichtsunterrichts war, um die damalige Grausamkeit auf der menschlichen und  emotionalen Ebene zu veranschaulichen.

Nora Lagemann, Lilly Wand

Am 27.09.2018 um 3:15 Uhr haben sich 16 Schülerinnen und Schüler, die begleitenden Lehrer Herr Stefan Brandes und Herr Thomas Rahn und die Eltern am Bahnhof in Wolfenbüttel versammelt, um dann kurz darauf in die Fahrzeuge, welche uns zum Flughafen nach Hannover bringen sollten, einzusteigen.

So begann unsere Reise.

Unser Flug startete in Hannover. Nach einem Zwischenstopp am Airport London Heathrow sind wir nach ungefähr 18 Stunden erschöpft, aber wohlbehalten in Dallas angekommen. Als wir den Flughafens verließen, erwarteten uns vor dem Terminal schon unsere Austauschschüler der Marcus High School aus Flower Mound mit schön gestalteten Plakaten. Das geplante Gruppenfoto am Flughafen wurde vor lauter Aufregung vergessen und somit ging es gleich nach „Hause“.

Dort angekommen suchten einige Familien Restaurants auf, andere aßen zu Hause. In jedem Fall spürte man von Anfang an die Herzlichkeit der Menschen. Doch da wir wegen des langen Flugs und der 7 Stunden Zeitunterschied erschöpft waren, gingen wir früh ins Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir gleich um 7:20 Uhr an der Marcus High School sein.

An diesem ersten Schultag wurden wir morgens von dem Schulleiter herzlich begrüßt, der uns sogleich einen Image-Film über die Schule zeigte. Später sollten wir noch merken, wie der im Film gezeigte Spirit die ganze Schule prägt.

Lange blieben wir jedoch nicht in der Schule, da für den Nachmittag ein Besuch in einer der beiden Money-Factories der USA und später beim Stockyard Rodeo geplant waren. In der Geldfabrik (engl. Money-Factory) sahen und erfuhren wir, wie die Dollar in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Danach ging es mit dem Schulbus auch gleich weiter nach Fort Worth zum Rodeo, wo wir entweder kleine Souvenirs kaufen konnten oder einfach nur durch die kleine Western Stadt bummelten. Bevor wir uns aufmachten, das Rodeo anzuschauen, gab es noch einmal ein gemeinsames Barbeque. Angekommen im Stadion Cowtown Coliseum bemerkten wir schnell, wie fremd uns Deutschen dieses rüde Rodeo-Spektakel ist. Teilweise verließen selbst die Einheimischen die Halle, da sie der teilweise brutalen Show nicht weiter folgen wollten.

Das Wochenende stand den Familien und uns frei zur Verfügung. So konnten die Familien uns auf einen Roadtrip, einen Besuch bei einem College, zum Inlineskaten oder zum Shopping mitnehmen.

Am Montag wurden wir dann nach einem „normalen“ Schultag zu einer öffentlichen Sitzung beim Bürgermeister eingeladen, wo wir auch im Livestream auf der Website der Stadt zu sehen waren. Während dieser Übertragung wurde uns ein „Certificate of Recognition“ ausgehändigt, welches uns zu offiziellen Besuchern Flower Mounds machte.

Am Dienstag lud uns eine der Austauschschülerinnen dazu ein, nach der Schule mit ihr zu ihrem kleinen Schweinchen zu fahren, welches sie für einen Wettbewerb ausbildete.

Der Mittwoch gab uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Homecoming am Samstag, da an diesem Tag nach der Schule verschiedene Ess- oder Spielstände rund um die Schule aufgebaut waren. Als Abschluss gab es noch eine Pep-rally, was im Grunde nur eine Versammlung aller Schüler vor einem sportlichen Event ist.

Für Donnerstag war eine Fahrt nach Dallas mit dem Zug geplant, um dort von einem der Skyscrapers einem tollen Ausblick zu genießen und im Anschluss das John-F.-Kennedy-Museum zu besuchen. Dieses bot einen beeindruckenden Einblick in seine Geschichte.

Freitag war der wohl spannendste Tag, da um 19 Uhr das Football Match losging. Es spielten die Marcus Marauders gegen die Irving Tigers und das Spiel wurde mit 24:23 von den Marauders gewonnen. Es war ein sehr spannendes Spiel. Einige von uns machten sich auch noch auf den Weg in das beste Hunted House in Texas, was ein großer Spaß war.

Den Tag darauf fand der Homecoming Dance statt. Dieser Tanz ist vergleichbar mit unserem Schulball. Es wurde viel getanzt und gelacht. Doch nicht alle hatten Lust zum Homecoming zu gehen. Um die Tradition aufrecht zu erhalten, nahmen sie trotzdem am obligatorischen Diner teil, um sich dann noch gemeinsam bei einem der Austauschschüler einzufinden.

An dem darauf folgenden Montag war schulfrei (Columbus Day) und somit schlossen sich einige deutsche Schülerinnen mit einigen ihrer Austauschpartner zusammen, um in einer der großen Malls shoppen zu gehen.

In der nächsten Woche gab es keine festen Termine, außer dass wir am Donnerstag einen Ausflug nur mit den deutschen Schülern nach Dallas unternahmen. Das lag daran, dass einige der Amerikaner wichtige Klausuren an diesem Tag schreiben mussten.

Am Freitag veranstaltete eine der Amerikanerinnen eine Party mit Kürbis-Schnitz-Wettbewerb und leckerem Essen und Trinken.

Dann rückte jedoch auch schon der Abschied immer näher. Denn am Sonntag sollten sich alle Schüler des THG mit (oder teils wegen anderweitiger Pflichten der Marcus Schüler) ohne ihre Familien am Flughafen um 15:30 Uhr einfinden. Auch wenn wir uns eigentlich schon zuhause von den Familien verabschiedet hatten, konnten wir die Trauer über den Abschied dann doch teilweise nicht zurückhalten. Wir hatten unsere Austauschpartner mit Familien (einige mehr und einige weniger) nach 18 Tagen doch sehr in unser Herz geschlossen.

Nachdem wir den langen Rückflug über das Meer hinter uns gebracht hatten und es definitiv kein Zurück gab, freuten wir uns jedoch auch alle unsere Familien und Freunde in Deutschland wiederzusehen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Reise uns alle einer vermeintlich gleichscheinenden Kultur näher gebracht hat. Ich gehe davon aus, dass sich nun vermutlich alle ihr eigenes Bild über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gebildet haben. Aufregend war es allemal.

Ein Bericht von Johanna Gluch

In tiefster Nacht brachen wir mit zwei weiteren Seminarfächern vom THG aus in Richtung des Berliner Flughafens Schönefeld auf. Nicht nur der Bus, sondern auch unsere Mariokarts waren während der Fahrt flott unterwegs. Schon am Flughafen plante Felix seine Zimmerkonstellation, mit den Worten: „Ich dachte, wir machen ‘nen Vierer!“. Trotz Ryanair-Flug lief die Hinreise reibungslos ab, ohne Notlandung kam der Flieger pünktlich in Rom an.

Bei Ankunft im Hotel waren die Zimmer leider noch nicht fertig. Frau Stanikowskis winziges Zimmer wurde kurzerhand zur Ablage für alle Koffer umfunktioniert. Kaum war alles verstaut, ging es auch schon weiter auf einen Stadtrundgang. Kilometerweit liefen wir in der heißen italienischen Sonne, im Zweifelsfall: „Immer geradeaus!“. An diesem Tag erhaschten wir erste Blicke auf die Innenstadt Roms. Wir sahen unter anderem den Trevibrunnen (dieser war leider bis Donnerstag ohne Wasser), die Piazza del Popolo, diverse Kirchen und einige erklommen sogar die Spanische Treppe. Interessantester (und leckerster) Halt war jedoch die Eisdiele mit 150 Eissorten. Danach hatten wir Freizeit. Am Nachmittag konnten wir auch unsere Zimmer beziehen, deren Zustand eher durchwachsen war. Sobald es dunkel war, stellte sich heraus, dass auch die Lage des Hotels nicht unbedingt optimal war, denn verbotene Substanzen und Arbeiterinnen des horizontalen Gewerbes waren nicht allzu fern.

Am nächsten Morgen gab es als erstes das Frühstücksbuffet zu entdecken: die Croissants waren geil, der Kaffee eher grau. Danach machten wir uns auf die Socken und kämpften uns durch die überfüllte U-Bahn, um das Museo Maxxi zu besuchen. Es gab einerseits hochinteressante Kunstwerke zu entdecken und dann gab es noch faschistische Betonklötze. Nach einem kurzen Fotoshooting vor dem Museum und einer Mittagspause ging es zum Vittoriano. Für ausreichende Hydration auf dem Weg wurde durch die zahleichen Trinkbrunnen gesorgt. Um Punkt 16 Uhr wurden wir durch den Hintereingang ins Kolosseum geschmuggelt, was uns jedoch nicht vor überambitionierten Sicherheitsbeamten bewahrte. Wir wurden zumindest temporär um unser Deo erleichtert, aber die Gladiatoren kamen ja auch ohne aus.

Damit war das Pflichtprogramm für diesen Tag abgehakt, allerdings stellte sich der Tag als Beginn einer Krankheitsserie heraus. Während einige mit mutierten Mückenstichen zu kämpfen hatten, brachte die Nacht das erste Opfer des italienischen Essens hervor.

Am Morgen des dritten Tages wurde die Gruppe für den Vormittag geteilt: die Frühaufsteher begaben sich zur Audienz eines: „alten, in weiß gekleideten Argentiniers“ alias des Papstes. Trotz friedensstiftender Predigt stritten sich die Zuhörer vor uns in unchristlicher Weise um ein kaputt gegangenes Handy. Die nicht ganz so frühen Vögel sahen sich Trastevere an, ein schönes Viertel mit einem Markt, wo es neben Obst und Gemüse auch die „etwas anderen Nudeln“ zu kaufen gab. Wir trafen uns schließlich alle wieder am Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona. Das Nachmittagsprogramm beinhaltete einen Besuch des Pantheons, der Chiesa Santa Maria Sopra Minerva, samt Berninis Elefant. Ein Großteil der Gruppe ging noch zusammen auf Shoppingtour - demokratisch wurde abgestimmt, welcher Pulli Frau Stanikowski am besten steht.


Früh am Donnerstagmorgen ging es (für einige schon zum zweiten Mal) in den Vatikan. Nicht alle schafften es in die U-Bahn, Constanze blieb auf halbem Weg zurück. Angekommen am Petersdom mussten wir uns erneut einer Sicherheitskontrolle stellen. Auf die Frage, ob die Größe seines Rucksacks erlaubt sei, deutete Felix in die Warteschlange und sagte im Brustton der Überzeugung: „Der hat doch ‘nen viel Größeren als ich!“. Als diese Frage dann geklärt war, konnten wir uns ganz dem Petersdom widmen. Wir waren alle sehr beeindruckt vom Prunk der Kirche, jedoch fanden wir diesen Reichtum auch etwas erschreckend. Dann machten wir einen kurzen Abstecher auf den deutschen Friedhof. Auf dem Rückweg in die Innenstadt haben wir die Engelsbrücke überquert und hatten von da an nochmal Freizeit. Zum Abendessen trafen wir uns mit den anderen Seminarkursen zu einem gemeinsamen Abschlussessen in der Pizzeria. Der letzte Abend wurde von allen unterschiedlich genutzt.


Am letzten Morgen wurden die Koffer gepackt und (diesmal nicht bei Frau Stanikowski im Zimmer) eingelagert. Auch Moritz wurde kurz vor Abreise nach einem kleinen Schrecken beim Frühstück wiedergefunden. Frau Hots sagte zu ihm: „Jetzt aber schnell unter die Dusche!“ Ganz souverän antwortete er: „Nö“. Ein letztes Mal ging es in die Metro in Richtung Casa di Goethe, wo wir unverhofft zu einer Führung kamen. Zum Mittagessen gingen alle zusammen die letzte Pizza/Pasta essen - es schmeckte echt super. Um 16 Uhr wurden endgültig die Zelte abgebaut und es ging zum Flughafen. Trotz Streik und Überbuchung kamen wir alle heil in Berlin an und später dann auch in Wolfenbüttel.


Aus dem Wolfenbütteler Schaufenster erfuhren wir später, dass unser Segelschiff  im Norden Europas fast gekentert wäre. „Welches Schiff?“ Berechtigte Frage, die haben wir uns auch gestellt. Diese Verwirrungen ändern aber nichts daran, dass wir in Rom eine schöne Zeit mit coolen Leuten verbracht haben.


Ein Bericht von Lena Marheine und Svenja Gebel